Straßenumbenennung „Wernher-von-Braun-Straße“
✦ KI-Zusammenfassung
Die Verwaltung der Stadt Hamm legt eine Beschlussvorlage zur Umbenennung der „Wernher-von-Braun-Straße“ vor. Der Vorschlag sieht vor, die Straße – vorbehaltlich der Empfehlung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Verkehr – in „Elisabeth-Schiemann-Straße“ umzubenennen.
Grundlage der Vorlage ist ein Bürgerantrag aus dem Jahr 2019. Die Verwaltung hat die Prüfung der Straßenbenennung durch das Stadtarchiv Hamm durchführen lassen. Die Recherchen des Stadtarchivs befassen sich mit der historischen Rolle von Wernher von Braun, der als Raketeningenieur tätig war und Mitglied der NSDAP sowie der SS war. Das Archiv verweist auf wissenschaftliche Erkenntnisse, wonach von Braun Kenntnis vom Einsatz von Konzentrationslager-Häftlingen bei der Raketenproduktion hatte und sich aktiv an Fragen des Häftlingseinsatzes beteiligte. Aufgrund dieser historischen Hintergründe hält die Verwaltung die Beibehaltung des Namens nach aktuellem Kenntnisstand für fragwürdig.
Als Alternativvorschlag wird die Benennung nach Elisabeth Schiemann vorgeschlagen. Die Genetikerin und Kulturpflanzenforscherin leistete Widerstand gegen die Rassenpolitik des Nationalsozialismus und engagierte sich für jüdische Kollegen, woraufhin ihr 1940 die Lehrbefugnis an wissenschaftlichen Hochschulen entzogen wurde. Die Verwaltung ordnet die Umbenennung in den Kontext eines Viertels ein, in dem Straßen nach Wissenschaftlern benannt sind. Finanzielle Auswirkungen durch die Maßnahme werden in der Vorlage nicht aufgeführt.
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Beratungsfolge
- 16.06.2020kein Ergebnis hinterlegt
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