Anfrage zum Zustand des Radbodsees
✦ KI-Zusammenfassung
Die CDU-Bezirksfraktion Hamm-Bockum-Hövel hat Informationen zum ökologischen Zustand sowie zu geplanten Maßnahmen am Radbodsee angefordert. Laut Stellungnahme des Umweltamtes liegt der See in einem Naturschutzgebiet und einem FFH-Gebiet. Er fungiert als Hochwasserrückhaltebecken für das Pumpwerk „Geinegge“. Während die West- und Nordufer durch Dämme zur Sicherung des Hochwasserschutzes geprägt sind, weisen das Ost- und Süufer Röhrichtflächen sowie Gehölzstrukturen auf, die als Lebensraum für verschiedene Vogelarten dienen.
Die Regulierung des Wasserstandes erfolgt über ein Auslassbauwerk zur alten Lippe und das Pumpwerk „Geinegge“. Zwischen Mitte Juli und Mitte Oktober wird der Seespiegel gezielt abgesenkt, um Schlammbänke als Rastplätze für Watvögel zu schaffen; während der Brutzeit gilt der Normalwasserstand. Aktuelle Untersuchungen zur Gewässergüte liegen dem Umweltamt derzeit nicht vor.
Für das gesamte FFH-Gebiet wird derzeit in Abstimmung mit den zuständigen Behörden und Flächeneigentümern, wie dem Lippeverband oder der RAG, ein Maßnahmenkonzept erarbeitet. Dieses sieht unter anderem kleinere Maßnahmen am Ostufer des Sees vor, etwa die Weiterführung der Wasserstandsregelung und den Erhalt von Röhrichtbeständen. Umfangreichere Maßnahmen sind aufgrund der Funktion des Sees als Hochwasserschutzanlage nicht möglich.
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