Die vorliegende Beschlussvorlage 0208/21_VL befasst sich mit der Festlegung des regionalwirtschaftlichen Schwerpunkts „Nachhaltige Güterverkehrslogistik“ für die Stadt Hamm sowie der geplanten Nachnutzung des Hammer Rangierbahnhofs. Ziel der Initiative ist die Entwicklung des sogenannten „Multi-Hub Westfalen“, um die trimodale Logistik über die Verkehrsträger Schiene, Straße und Wasser zu fördern. Im Zentrum steht dabei die Reaktivierung von etwa 60 Hektar stillgelegter Flächen, unterteilt in eine Nordfläche von circa 33 Hektar und eine Südfläche von circa 27 Hektar. Diese Flächen sollen für die Ansiedlung bahnaffiner Betriebe sowie zur Schaffung eines Innovationskerns genutzt werden.
Die Planung sieht die Ansiedlung eines Demonstrators und Forschungszentrums für trimodale Logistik sowie von kleinen und mittleren Unternehmen und Start-ups vor, um die lokale Wertschöpfung zu steigern. Die DB Cargo AG strebt die Nutzung der Südfläche bis Mitte des Jahrzehnts an, wobei ein Terminal für kombinierten Ladungsverkehr im Fokus steht. Die Umsetzung erfordert die Prüfung von Erschließungsmaßnahmen sowie die Berücksichtigung von Umwelt-, Verkehrs- und Immissionsschutzbelangen.
Zur Steuerung der Nachnutzung und zur Akquise von Fördermitteln, unter anderem aus dem Programm STARK des Strukturstärkungsgesetzes, soll eine gemeinsame Entwicklungsgesellschaft gegründet werden. Diese soll aus der Beteiligung der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Hamm mbH, der Hafen Hamm GmbH (Stadtwerke Hamm GmbH) und Partnern des DB Konzerns bestehen, wobei die Stadt die Mehrheitsanteile hält. Zudem wird die Gründung der Entwicklungsagentur „Nachhaltige Güterverkehrslogistik“ durch die Stadt und die Wirtschaftsförderungsgesellschaft angestrebt.